Ohne Kobalt und Nickel

Forscher der Monash-Universität haben in Zusammenarbeit mit dem Dresdener Fraunhofer Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS einen Lithium-Akku mit Schwefelelektrode entwickelt, der in seiner Leistungsfähigkeit (1200 mAh/g) den herkömmlichen Lithium-Ionen-Akku um das Dreifache übertreffen soll. Die Katode wird hier aus einer Kombination aus Schwefel und Kohlenstoff (mit Na-CMC als Bindemittel gebildet, die in der Reaktion mit Lithium eine sehr hohe Energiedichte ergibt. Zudem fallen hier deutlich geringere Materialkosten als bei herkömmlichen Akkkutechnologien an, und die Materialien sind weltweit kostengünstig verfügbar. Damit könnten zukünftig bei der Elektromobilität zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen werden: höhere Reichweite und geringere Kosten. Außerdem könnten solche Energiespeicher auch einen Durchbruch für stationäre Netzenergiespeicherlösungen bringen – aufgrund der hohen Energiedichte und geringer Kosten könnte man tatsächlich kostengünstige Großspeicher bauen. Die ersten Batteriehersteller in Europa und Asien haben bereits Interesse an der Technologie gezeigt, bereits 2020 soll eine Pilotproduktion anlaufen.

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Prototypen von LiS-Akkus aus dem Fraunhofer IWS Bild: Fraunhofer IWS